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Alt 15.03.2002, 04:09
hoppel
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Hi,

ich habe vor einigen Tagen einen Artikel bei Tachauch.de gefunden...


Steffen

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Quelle: http://www.tachauch.de/mobil/auto/bl...01_sparen.html


Sparen - mit teurerem Benzin?


Die Benzinpreise scheinen wieder in Bewegung zu geraten und es drohen wieder neue Rekordhöhen. Da lässt ein Test aufhorchen: Schwefelfreies SuperPlus, zu haben mittlerweile bei Aral, Dea, Esso, Shell und an einigen BP-Tankstellen, soll nicht nur die Emissionen senken, sondern zusätzlich zu Mehrleistung führen und sogar den Verbrauch senken.

Der "Ratgeber Auto & Verkehr" (ARD) überprüfte in Zusammenarbeit mit Audi und unter neutraler Aufsicht der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) diese Behauptungen. Heraus kam ein fast sensationelles Ergebnis: Schwefelfreies SuperPlus senkt nicht nur erwartungsgemäß die Emissionen (im Schnitt um mehr als 20 Prozent), sondern führt tatsächlich zu höherer Leistung und zu deutlich gesenktem Verbrauch. Die Einsparung macht zumindest bei den getesteten Fahrzeugen den Mehrpreis weitgehend wett.


Gemessen wurde mit Audi-Modellen auf Prüfständen des Herstellers und auf der Bosch-Versuchsstrecke in Boxberg. Ergebnis war eine mess- und fühlbare Leistungssteigerung gegenüber herkömmlichem Eurosuper: Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung verbesserten sich, der Motor "hing" besser am Gas. Noch bedeutsamer in der Praxis ist die Verbrauchssenkung um durchschnittlich 2,7, bei Shell Optimax sogar um 3,5 Prozent.


Optimax unterscheidet sich von anderen schwefelfreien SuperPlus-Kraftstoffen durch seine höhere Oktanzahl. Üblich ist bei SuperPlus 98, Shell gibt hier sogar 99 an, die von einem unabhängigen Institut durchgeführte Analyse ergab sogar exakt 100. Je höher die Oktanzahl, desto früher stellt der so genannte Klopfsensor den Zündzeitpunkt ein – desto besser wird der Wirkungsgrad des Motors.


Die höhere Oktanzahl wirkt sich allerdings nicht immer aus. Voraussetzung ist, dass der Motor einen Klopfsensor hat (er setzte sich erst ab etwa 1995 allgemein durch), und dass dieser entsprechend reagiert.


Bei Hochleistungsmotoren, die von vornherein auf SuperPlus ausgelegt sind, ist dies stets der Fall. Triebwerke, die Eurosuper verlangen (Oktanzahl 95), reagieren nach Messungen von Shell immerhin zum Teil mit ähnlichen Verbesserungen, wie sie bei Audi festgestellt wurden. Normalbenzin-Motoren ziehen allerdings weniger Nutzen aus einer erhöhten Oktanzahl. Die übrigen Vorteile des neuen Kraftstoffs – gesteigerte Sauberkeit von Brennräumen und Ventilen, längere Lebensdauer des Katalysators und nicht zuletzt weniger Umweltbelastung – gelten aber auch für sie.


Schwefelfreies SuperPlus kostet meist vier bis fünf Cent mehr als herkömmliches Super – zwei Cent Aufschlag für SuperPlus, weitere zwei für die schwefelfreie Qualität. Bei einem Preis von mittlerweile einem Euro und mehr pro Liter entsprechen sie einem Zuschlag von knapp vier Prozent.


Spart der neue Kraftstoff denselben Prozentsatz, so bedeutet er finanziell zumindest keinen Nachteil.


Solch kleine Unterschiede festzustellen, erfordert allerdings erhebliche Akribie. Am ehesten Erfolg verspricht ein Test mit einem neueren Auto, das auf Super ausgelegt ist und über einen Klopfsensor verfügt. Letzteres ist zumindest dann der Fall, wenn es in der Betriebsanleitung sinngemäß heißt, dass der Wagen bei geringer Leistungsminderung auch mit Normalbenzin gefahren werden kann. Wer Vorteile in Verbrauch und Leistung feststellt, kann getrost bei dem neuen Kraftstoff bleiben: Für den Motor (und die Umwelt) wirkt sich schwefelfreies SuperPlus nur positiv aus. Audi ist so sehr davon überzeugt, dass alle Neufahrzeuge, die auf 98-Oktan-Kraftstoff ausgelegt sind, zur Auslieferung mit Shell Optimax betankt werden.


Bei aller Benzinqualität ist für den Verbrauch allerdings der eigene Fahrstil mit maßgebend. Nur wer vorausschauend fährt, keine Kavalierstarts hinlegt und frühzeitig schaltet, kommt in den vollen Spargenuss.

Stefan Woltereck
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